FRIIS

Frequenzselektive FM-Empfängerarchitekturen zur Steigerung der Sicherheit in der zivilen Luftfahrt

(Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

Projektstart: 1. Januar 2020
Akronym: FRIIS
Mittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Abstract

Passive
Radartechnologie stellt eine vielversprechende Ergänzung zu herkömmlichen
Radarsystemen dar. Mit steigendem Druck aus Wirtschaft und Politik das
begrenzte Spektrum, der für Telekommunikation und Ortung begrenzten
Frequenzbänder vollumfänglich zu nutzen, steigt das Interesse an dieser
Technologie.

Ziel dieses
Forschungsvorhabens ist es die Technologie der Ortung durch passive
Radartechnik für die Nutzung in der zivilen Flugsicherung in Deutschland zu
etablieren und neue Anwendungsbereiche zu erschließen.

Zur Verbesserung
der Detektionsleistung werden verschiedene Möglichkeiten zum Aufbau eines
frequenzselektiven Analogempfängers für das FM-Band erarbeitet und in ein
bestehendes Passivradarsystem integriert. Für eine höchstmögliche Sensitivität
ist dabei eine Filterung in verschiedenen Stufen des Empfängers unumgänglich.
Diese muss jedoch, zusammen mit den frequenzumsetzenden Stufen, im
Gesamtsystemkontext evaluiert werden, um die Signalqualität, auch durch
mögliche Imperfektionen der anlogen Realisierung, nicht zu degradieren. Für
eine anschließende Verwertungsmöglichkeit ist ebenso auf eine optimale Balance
zwischen Schaltungsaufwand, Kosten und Kompaktheit des Empfängers zu achten.
Dazu werden die zu entwerfenden Empfängerarchitekturen zuerst in
Systemsimulationen untersucht und bezüglich der Anforderungen aus der Anwendung
bewertet. Anschließend erfolgt ein prototypischer Aufbau der
vielversprechendsten Konzepte mit messtechnischer Verifikation der
Einzelkomponenten und Evaluierung des Gesamtsystems in einem Feldtest.